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Präziseres Track & Trace und relevantere ETA für Logistikteams

Pavel NOVOTNÝ
Blog
Präziseres Track & Trace und relevantere ETA für Logistikteams

Eine voraussichtliche Ankunftszeit ist nur dann hilfreich, wenn sie auf verwendbaren Koordinaten und einer Route basiert, die dem tatsächlichen Betrieb entspricht. Die schnellste Strecke für einen Pkw muss für einen Lkw nicht geeignet sein. Ebenso kann eine Route über Mautstraßen, eine Fähre oder einen Grenzübergang den Regeln eines bestimmten Unternehmens widersprechen.

Time Slot Control verbindet deshalb mandantenspezifische Routenpräferenzen, eine regelmäßig aktualisierte voraussichtliche Ankunftszeit (ETA) und detailliertere GPS-Telemetrie. Disposition und Warenannahme arbeiten so mit Informationen, die das eigene Logistikszenario besser abbilden.

Datenfluss in Time Slot Control von der letzten verwendbaren GPS-Position über kundenspezifische Routeneinstellungen bis zur ETA und zu betrieblichen Benachrichtigungen

Eine Standardroute passt nicht zu jedem Betrieb

Jede Kundenumgebung kann in der Track & Trace-Administration festlegen, wie Route und ETA berechnet werden. Die Auswahl wird getrennt für den jeweiligen Kunden gespeichert. Unterschiedliche Unternehmen müssen daher nicht dasselbe universelle Berechnungsmodell verwenden.

  • Routentyp: schnellste, kürzeste oder ökologische Route.
  • Aktuelle Verkehrslage: Verkehrsbedingungen können in die Berechnung einbezogen werden.
  • Verkehrsmittel: Lkw oder Pkw.
  • Routenbeschränkungen: Mautstraßen, Autobahnen, Fähren, unbefestigte Straßen, Tunnel oder Grenzübergänge vermeiden.
  • ETA-Berechnung: für eine bestimmte Umgebung ein- oder ausschaltbar.
  • Neuberechnungsintervall: von 15 Minuten bis 12 Stunden konfigurierbar.

Die Standardwerte erhalten das bisherige Verhalten: schnellste Route mit aktueller Verkehrslage, Lkw-Modus, keine optionalen Beschränkungen und Neuberechnung nach 15 Minuten. Administratoren können die Präferenzen somit anpassen, ohne dass ein Update das Ergebnis für bestehende Kunden unerwartet verändert.

Die ETA beginnt mit der letzten verwendbaren Position

Track & Trace arbeitet fortlaufend mit der letzten Position des Trackers und dem Transportziel. Vor der Routenberechnung prüft das System, ob die Koordinaten verwendbar sind. Eine ungültige oder unvollständige Position führt daher weder zu einer irreführenden Distanzberechnung noch zu einem Abbruch der Verarbeitung.

Wenn die ETA-Berechnung aktiv ist und sich das Fahrzeug seit der letzten Berechnung ausreichend bewegt hat, sendet Time Slot Control die aktuelle Position, das Ziel und die Routenpräferenzen des Kunden an Azure Maps. Aus der Antwort werden die erwartete Entfernung und Ankunftszeit gespeichert. Das Ergebnis kann anschließend betriebliche Hinweise unterstützen, etwa dass sich das Fahrzeug nähert oder voraussichtlich später als geplant eintrifft.

Das Neuberechnungsintervall beträgt mindestens 15 Minuten. Sowohl die Benutzeroberfläche als auch der Server erzwingen diese Grenze. Ein versehentlich niedrigerer Wert kann deshalb keine übermäßigen Aufrufe des Kartendienstes auslösen.

Detailliertere GPS-Daten für Kontrolle und Integrationen

Ein Punkt auf der Karte erklärt nicht alles. Zusätzlich zu Zeitstempel, Koordinaten und Geschwindigkeit stellt die OData-Schnittstelle für GPS-Positionen deshalb weitere Telemetriewerte bereit:

  • Fahrtrichtung und Höhe,
  • Anzahl der Satelliten und Positionsgenauigkeit,
  • Gerätestatus und Gültigkeitskennzeichen des Datensatzes,
  • GSM-Signalstärke und Batteriestand.

Auch die SIM-Kartenkennung CCID des Trackers ist über die API verfügbar. Welche Werte tatsächlich gefüllt sind, hängt immer von den Fähigkeiten des Trackers, dem verwendeten Protokoll und den vom Gerät gesendeten Daten ab. Eine Integration kann dadurch beispielsweise ein schwaches Signal, einen niedrigen Batteriestand oder einen vom Gerät als ungültig markierten Datensatz erkennen, statt jede Abweichung als Routenproblem zu behandeln.

Was dies im täglichen Betrieb bedeutet

Die Disposition arbeitet mit einer relevanteren Route

Wenn ein Unternehmen üblicherweise Lkw einsetzt, Fähren vermeiden und die aktuelle Verkehrslage berücksichtigen möchte, kann es diese Optionen einmal für seine Umgebung festlegen. Die ETA verwendet anschließend denselben betrieblichen Rahmen wie die Disposition bei der Planung.

Die Warenannahme erhält ein besseres Zeitsignal

Eine aktualisierte Prognose hilft bei der Entscheidung, ob die Ankunft vorbereitet, die Abfertigungsreihenfolge angepasst oder eine Verzögerung frühzeitig bearbeitet werden soll. Die ETA ersetzt das gebuchte Zeitfenster nicht; sie ergänzt es um eine laufende Schätzung auf Grundlage der tatsächlichen Fahrzeugbewegung.

Transportkoordinatoren erhalten mehr Kontext für die Diagnose

Detailliertere Telemetrie hilft dabei, eine betriebliche Änderung von einem Geräte- oder Verbindungsproblem zu unterscheiden. Über OData können die Daten außerdem in eigene Übersichten, Integrationsprüfungen oder angebundene Systeme einfließen.

Eine ETA ist eine Schätzung, keine garantierte Uhrzeit

Das Ergebnis hängt von einer aktuellen GPS-Position, der Qualität der Trackerdaten, den gewählten Routenpräferenzen und den für den Kartendienst verfügbaren Informationen ab. Auch die Verkehrslage kann sich nach der letzten Berechnung verändern. Die ETA sollte deshalb als laufendes betriebliches Signal gemeinsam mit Reservierung, Transportstatus und Kommunikation mit dem Frachtführer genutzt werden.

Möchten Sie Track & Trace an Ihre Routen, Fahrzeuge und Prozesse in der Warenannahme anpassen? Kontaktieren Sie uns. Wir unterstützen Sie bei der Auswahl geeigneter Präferenzen, des Neuberechnungsintervalls und der Anbindung von GPS-Daten an Ihre nachgelagerten Systeme.