Maxion Wheels: Logistik unter Kontrolle dank Daten und Automatisierung
Maxion Wheels gehört zu den weltweit führenden Herstellern von Stahl- und Aluminiumrädern für die Automobil- und Industriebranche. Die Gruppe betreibt 24 Werke auf fünf Kontinenten, beschäftigt mehr als 10.000 Mitarbeitende und produziert jährlich über 50 Millionen Räder. Das Werk Maxion Wheels Czech s. r. o. (Werk Autokola) in Ostrava knüpft an eine lange Tradition der Räderfertigung an und konzentriert sich auf Stahlräder für Pkw sowie Räder für Gabelstapler – mit hohen Ansprüchen an eine effiziente, reibungslose und datengesteuerte Logistik.
Unser Hauptziel war nicht, Kosten zu sparen, sondern die Kontrolle über den Logistikbetrieb zu gewinnen. Wir brauchten Daten, Transparenz und ein Werkzeug, das uns die tatsächliche Leistung der Logistik zeigt und es uns ermöglicht, sie im Einklang mit der Produktion zu steuern.
Dagmar Dreiseitelová — Logistikleiterin, Maxion Wheels Czech
Be- und Entladungen, seit 3 Jahren stabil
Zeitfensterbuchung für Frachtführer
Systemsprachen für internationale Frachtführer
Warum haben Sie sich entschieden, ein System zur Planung von Be- und Entladungen auszuwählen?
Der wichtigste Anstoß war die ineffiziente Steuerung der An- und Abfahrten der Frachtführer auf dem Werksgelände. Wir hatten mit unnötigen Wartezeiten, überlasteten Zufahrtsstraßen, einer umständlichen Kommunikation zwischen Fahrern und Versand sowie einer ungleichmäßigen Auslastung der Lager- und Versandmitarbeitenden zu kämpfen. Uns fehlten Daten, Berichte und die Möglichkeit, die Leistung der Logistikprozesse objektiv zu bewerten.
Ziel des Projekts war die Einführung eines transparenten, digitalisierten und automatisierten Werkzeugs, mit dem wir die Logistik datenbasiert steuern, Kapazitäten planen und manuelle Verwaltungsarbeit abschaffen können.
Wie sind Sie bei der Suche nach einer Zeitfenster-Anwendung vorgegangen?
Wir suchten ein System, das eine umfassende Steuerung der Ankünfte der Frachtführer und die Optimierung der Be- und Entladezeiten ermöglicht und zugleich flexibel und für die weitere Entwicklung gerüstet ist. Time Slot Control überzeugte uns durch seine Modularität, die Cloud-Lösung, die Integration in interne Systeme und den breiten Einsatz in Industriebetrieben verschiedener Branchen und Regionen.
Wie verlief die Einführung des Systems? Gab es Probleme, lief alles nach Plan?
Die Einführung umfasste mehrere wichtige Schritte. Zunächst mussten alle Endnutzer über das neue System informiert und die technischen und baulichen Voraussetzungen für den Self-Service-Kiosk geschaffen werden. Es folgte eine Testphase, in der die Umgebung im Detail abgestimmt und der Prozess an den realen Betrieb angepasst wurde.
Eine der größten Herausforderungen war es, die Frachtführer in das System einzubinden und eingefahrene Abläufe zu ändern. Die Vorbereitung war personell aufwendig, doch dank schrittweiser Einführung und klar festgelegter Regeln ist es gelungen, das System erfolgreich in den Echtbetrieb zu überführen.
Welche Veränderungen haben Sie nach der Einführung festgestellt? Hat sie Vorteile gebracht?
Der entscheidende Vorteil war deutlich mehr Übersicht und Kontrolle über die Transportkapazität. Wir haben unnötige Wartezeiten beseitigt, die Kommunikation mit den Frachtführern vereinfacht und die Auslastung der Lager- und Versandmitarbeitenden ausgeglichen. Der Verwaltungsaufwand ist deutlich gesunken, die einzelnen Schritte wurden digitalisiert und automatisiert.
Dank des Systems verfügen wir heute über hochwertige Daten und Berichte, mit denen wir neue Prozesse und KPIs festlegen und die Schichten der Lagermitarbeitenden effizient planen können. Zu den Buchungen gehören auch Anhänge, etwa Lieferscheine oder Fotos beschädigter Ware, was die Transparenz des gesamten Prozesses erhöht. Die Aufträge wurden deutlich optimiert, da die Lieferanten ihre Buchungen im Voraus über den Stack of orders anlegen.
Haben Sie konkrete Daten dazu, wie sich die Effizienz durch die Einführung von TSC verbessert hat?
Ja. Unsere aktuelle Kapazität liegt bei rund 5.000 Be- und Entladungen. Dieses Niveau unserer Umschlagskapazität halten wir seit 3 Jahren stabil. Die Logistik in unserem Werk läuft überwiegend im Einschichtbetrieb, doch für Frachtführer ist Time Slot Control rund um die Uhr zur Buchung von Zeitfenstern verfügbar, und immer mehr Buchungen werden über den Self-Service-Kiosk und den Stack of orders abgewickelt.
Wie haben sich Geschäftspartner, Kunden und Frachtführer an das neue System gewöhnt?
Die Einbindung der Frachtführer war eine der größten Herausforderungen des Projekts, doch nach und nach zeigte sich, dass das System auch ihnen Vorteile bringt. Sie haben klare Informationen über ihre Buchungen, werden per SMS rechtzeitig benachrichtigt, und das System ermöglicht ihnen eine reibungslosere Abfertigung ohne unnötige Wartezeiten.
Zur Lösung gehört auch die Funktion Call to Gate, die Fahrer automatisch an die Rampe ruft – das hat die Kommunikation deutlich vereinfacht und Unklarheiten beseitigt.
Welche Schritte haben Sie unternommen, um die Ankunft der Fahrzeuge zur Be- und Entladung zu automatisieren und besser zu organisieren?
Die Automatisierung beginnt bereits bei der Ankunft des Frachtführers auf dem Gelände. Der Fahrer meldet sich am Self-Service-Kiosk an, prüft seine Kontaktdaten und ergänzt die für die Be- oder Entladung nötigen Angaben. So entfällt manuelle Verwaltungsarbeit, und die Kommunikation mit den Frachtführern wird effizienter. Gleichzeitig wissen wir aus Sicherheitsgründen, wer der Fahrer ist.
Durch die Erfassung der Ruhepausen sehen wir, welche Fahrer verfügbar sind, und können die Bereitstellung der Fahrzeuge an den Rampen effizienter steuern. So vermeiden wir Situationen, in denen ein Fahrer zur Be- oder Entladung gerufen wird, obwohl er nicht mehr weiterfahren darf. Die weitere Kommunikation läuft über das Modul Call to Gate per SMS – für einen reibungsloseren Betrieb, eine bessere Kapazitätsauslastung und eine schnellere Abfertigung der Fahrzeuge.
Warum gerade TSC von Lotraco?
Ausschlaggebend waren der Funktionsumfang der Lösung, ihre Flexibilität und das Potenzial für die Weiterentwicklung. Time Slot Control bietet ein komplettes Yard Management mit Kiosken, Kameras, LED-Anzeigen, Schranken, Benachrichtigungen, Reporting und API-Integrationen in interne Systeme wie ERP oder WMS. Ein großer Vorteil ist auch die Cloud-Lösung mit minimalen Anfangskosten und Zugriff von überall.
Wie zufrieden sind Sie mit der Anwendung, der Benutzeroberfläche und dem technischen Support?
Das System ist sehr intuitiv und in 11 Sprachen verfügbar, was für die Zusammenarbeit mit internationalen Frachtführern entscheidend ist. Die Administration ist übersichtlich und erlaubt es, Parameter selbst einzustellen, ohne den Anbieter einschalten zu müssen. Der technische Support war während der gesamten Einführung und im Betrieb auf sehr hohem Niveau.
Welche Vorteile von TSC würden Sie hervorheben?
Zu den wichtigsten Vorteilen zählen die Verfügbarkeit hochwertiger Daten, ein transparenter Betrieb, eine effiziente Kapazitätsplanung und die Unterstützung der Produktion. Dank des Systems können wir besser auf Änderungen des Produktionsvolumens reagieren, die Arbeit in Lager und Versand optimieren und uns auf die weitere Automatisierung der Prozesse vorbereiten. Das System bietet nicht nur dem Management einen klaren Überblick, sondern auch den operativen Mitarbeitenden, die genau wissen, was auf sie zukommt.
Würden Sie TSC einem anderen Unternehmen Ihrer Branche empfehlen?
Auf jeden Fall. Vor allem Unternehmen mit vielen Be- und Entladungen, bei denen Organisation, Daten und Transparenz entscheidend sind. Time Slot Control hat uns geholfen, von einem ungesteuerten Betrieb zu einer datengesteuerten und automatisierten Logistik zu gelangen.